Die Arbeit mit und am Menschen ist mein Weg. Als Physiotherapeut bin ich täglich mit den Unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Ich arbeite mit ihnen, an ihrem Körper, an ihrer Haltung und Struktur. Oft ist dabei die körperliche Struktur gar nicht entscheidend. Vielmehr steht die Person, die emotionale Einstellung zum Leben, im Mittelpunkt. In Diesem Punkt verbindet sich die Physiotherapie mit dem Taijiquan. Wie in der Physiotherapie ist im Taijiquan der Körper das Werkzeug. Über den Körper wird die Innere Haltung korrigiert, denn die innere Haltung ist es, die die äußere Haltung bestimmt.

 

 

 

Taijiquan

Bewegung und Sport haben mich von Kindesbeinen an fasziniert. Als Jugendlicher fing ich an mich für Kampfkünste zu interessieren. Fünf Jahre lang habe ich recht erfolgreich Judo Wettkampfsport betrieben. Vom Judo kam ich 1988 auf das Wing Tsun, das ich fast zwei Jahre intensiv trainierte.

Schließlich, mit 27 Jahren, wettkampferfahren und austrainiert, begann mein Körper zu streiken. Mit Taijiquan begann ich, weil ich feststellte, dass ich bzw mein Körper nicht gesund war, obwohl ich sportlich sehr aktiv und erfolgreich gewesen bin. 1994 wurden meine körperlichen Probleme so groß, vor allem meine lädierte Wirbelsäule, dass ich Probleme bekam meinen Beruf auszuüben.

Seit 1996 gebe ich mich ganz und gar dem Taijiquan hin. Heute sind mein körperlichen Probleme Vergangenheit! Damit das so bleibt, trainiere ich ohne Ausnahme täglich zwischen ein und drei Stunden. Das ist auch der Weg, der in den Klassikern und von allen Meistern mit Rang und Namen beschrieben wird. Erfolg im Taijiquan kommt nur durch gongfu-bitter Essen, regelmäßige harte Arbeit an sich selbst.

Ich bilde mich ständig auf Lehrgängen weiter, um mein Verständnis des Taijiquan zu vertiefen, und damit auch die Qualität meines Unterrichts zu verbessern. So führte mich mein Weg 2011 bereits zum zweiten mal nach 1996 nach Chenjiagou (VR China) an den Ursprungsort des Chen Taijiquan. Dort wurde ich dann, nach dem ich das komplette Taijisystem der Chenfamilie in der WCTAG unter der Leitung von Meister Jan Silberstorff gelernt und mit der Ausbilderprüfung 2010 abgeschlossen hatte, von GM Chen Xiaowang in die 20 Generation der Chenfamilie aufgenommen. Dies war ein sehr bewegter und von tiefster Dankbarkeit geprägter Moment gegenüber meinen Meistern Chen Xiaowang und Jan Silberstorff in meiner bisherigen nun seit 15 Jahren andauernden Taijikarriere.

Mein Ziel ist es, das weiterzugeben, was mir Taijiquan gegeben hat: Ganzheitliche Erfahrung, Körper und Geist in harmonische Abstimmung zu bringen.